Projektskizze Hotel Haferland

 

 

©Perma – Beratung & Design, Burkhard Kayser, www.permakultur-design.de

 

 

 

 

Wirtschafts- und erlebnisorientierte Garten- und Landschaftsgestaltung für Hotels, Restaurants und andere Gastronomie:

 

 

www.Hotelgarten.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Anhand dieser Projektskizze möchte ich Ihnen meine Art der Planung (November 2002) vorstellen.

Aktuelles zu dieser Planung finden Sie hier: www.hotelgarten.de/haferlandgarten.html



Erläuterungen sind im Text unten zu finden. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung durch den Auftraggeber. Zum Vergrößern die Zeichnung bitte anklicken.

 

 

Der Plan ist eine Ideenskizze. Die geplanten Flächen sind farbig.

Die Elemente des Gartens:

 

 

 

 

Erlenbruchwald (vorhanden)

 

Wasser-Landschaftsgarten

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Permakultur-Obsthain

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Schnittblumenanbau

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Kräutergarten als Labyrinth

 

Schwimmteich

 

Hotel Haferland

www.HotelHaferland.de

 

 

 

 

Die Planungssituation

Das Hotel Haferland liegt in Wieck auf der Ostsee-Halbinsel Darß. Der Boden ist im Hotelbereich sandig (alte Düne) und wird zum Erlenbruchwald hin feuchter. Die Planung reicht von den intensiv genutzten Hotelbereich über den extensiv gehaltenen Obst-Hain zu dem offenen Wasser-Landschaftsgarten hin, der in die Landschaft übergeht. Diese Projektskizze zeigt noch nicht die fertige Endansicht. Die Planung wird in Teilschritten umgesetzt. Die Projektskizze wurde im Mai 2002 fertig gestellt, die Umsetzung startet im Frühjahr 2003.

Die Planung ist so angelegt, dass mit der Außenraumgestaltung sowohl ästhetische als auch wirtschaftliche Aspekte mit berücksichtigt werden. Der Kräutergarten und der Schnittblumenanbau sind für die Eigenversorgung von Hotel und Restaurant vorgesehen.

In der Küche werden ausschließlich frische Zutaten, keine Halbfertigprodukte eingesetzt. Der Verbrauch an Kräutern ist recht hoch. Schon bisher werden selbst gesammelte Wildkräuter auf köstliche Weise verwendet. Ein Besuch lohnt sich also.



Planungsaspekte der Projektskizze Hotel Haferland

Der Entwurf unterteilt sich im wesentlichen in folgende Elemente:

    Die Auswahl der Elemente erfolgte unter wirtschaftlichen und ästhetischen Kriterien der besonderen Situation.

    Platzierung der Elemente erfolgte nach ihrem optimalen Standort, ihrer Beziehung zueinander und als Reaktion auf die Gegebenheiten.

    Der Schwimmteich liegt neben der Gesundheitsscheune (mit Sauna) und dem geplanten Hallenschwimmbad und kann so in der warmen Jahreszeit den Gästen als Erweiterung dienen.



Planungsaspekte des Kräutergartens

    Der Verbrauch an Kräutern in der Küche ist recht hoch, obwohl die regionale Versorgungslage nicht ausreichend ist. Es soll der größte Teil des Bedarf gedeckt werden.

    Der Kräutergarten ist für die kultivierten Kräuter vorgesehen (im Gegensatz zu den Wildkräutern im Obsthain).

    Der Kräutergarten ist als offenes Labyrinth aus Hochbeeten gestaltet, es gibt aber keine Sackgassen.

    Der Hauptweg ist ohne Umwege angelegt.

    Ein Teil des Gartens ist durch ein Beet nur für die Küche abgetrennt (Küchen-Kräutergarten).

    Der Küchenteil ist einfacher gestaltet, um schneller Zugriff zu den Kräutern zu haben.

    Der Besucher-Kräutergarten ist verwinkelter, damit sich die Besuchern Zeit beim Betrachten der Kräuter nehmen.

    Der Küchen-Kräutergarten hält die Besucher von dem Privathaus fern.



Schnittblumenfläche

    Die Fläche ist etwa 2000 m² groß und in einzelne Beete unterteilt.

    Sie ist dort angelegt, wo keine dauerhaften Gehölzpflanzungen entstehen sollen.

    Der Schnittblumenanbau besteht im wesentlichen aus Stauden (mehrjährige Pflanzen) und ist als dauerhaftes Mulchsystem (v.a. Stroh) angelegt. Dadurch kann der Pflegeaufwand minimiert werden.

    Die Fläche kann einen großen Teil des Bedarfs an floristischem Schmuck (Blumensträuße, Tischdekoration, etc.) für das Hotel und Restaurant von März bis Oktober decken.

    Ökonomisch ist für das Hotel der kleinflächige Anbau von Schnittstauden lohnender als Gemüse. Nach Zeit und Bedarf ist dort aber Platz für den Anbau von pflegeleichten Gemüsearten wie Mangold, Zucchinis oder Kürbis.



Planungsaspekte des Obst-Hains

Ein Obsthain ist ähnlich einer Streuobstwiese angelegt, nur enthält er mehr unterschiedliche Obstarten, unter und zwischen denen essbaren Stauden und Kräutern wachsen (Gestaltung als Permakultur-System).

    Der Obsthain ist auch zum Naschen für Gäste gedacht.

    Der Obsthain besteht aus verschiedensten nutzbaren

    - Kulturobstarten (Quitte, Pflaume, Johannisbeeren, etc.),

    - Wildobst (Scheinquitte, Felsenbirne, Vogelbeere, etc.)

    - essbaren Stauden (Meerettich, Bärlauch, Wiesenkerbel, etc.) und

    - sich selbst versamenden Kräutern (Borretsch, Kapuzinerkresse, Melde, etc.).

    Der Obsthain ist für eher wilde und robuste Kräuter vorgesehen (im Gegensatz zu den kultivierten Kräutern im Kräutergarten).

    Es werden hauptsächlich Pflanzen ausgewählt, die wenig Pflege benötigen.

    Die angebauten Pflanzen sind für die extensive Nutzung gedacht.

Wasser-Landschaftsgarten

    Die Anlage dieser Fläche erfolgt aus den naturräumlichen Gegebenheiten einer feuchten Senke mit Gräben.

    Als Übergang zur umgebenden Landschaft ist sie Landschaftsgarten angelegt und unterliegt keiner speziellen Nutzung.

    Als klassischer Landschaftsgarten enthält diese Fläche nur heimische, Standort angepasste Pflanzen und ist damit ein wichtiges Refugium für die Tierwelt.

    Durch dezente Gehölzpflanzungen werden die Blicke der Spaziergänger kurz verdeckt oder durch Ausblicke in die Landschaft gelenkt. Damit entsteht eine größere Spannung als in einer unstrukturierten Landschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

©Perma – Beratung & Design, Burkhard Kayser, www.permakultur-design.de